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Sonderkonstruktionen:
Gleise in Waschanlagen und auf Gruben:
In Wagenwaschanlagen und ganz besonders in Entseuchungsanlagen, in denen neben dem Waschwasser auch Verunreinigungen von verseuchtem Vieh anfallen, wird darauf geachtet, dass sich durch die entsprechenden Längs- und Quergefälle sowie durch Hochsetzen der Schienen keine Reinigungsreste ablagern können. Während früher die Schienen auf Stein- oder Betonwürfeln befestigt und die Gleisflächen dazwischen mit vergossenem Pflaster aufgefüllt wurden, haben sich bei modernen Anlagen vorgefertigte Betonplatten mit nachträglich aufgebrachten oder angegossenen Höckern durchgesetzt. Ähnliche Konstruktionen findet man auch an Tankstellen für Dieseltriebfahrzeuge. Die Schienenbefestigung erfolgt in der üblichen Weise als K-Oberbau oder einer seiner modifizierten Formen.
Bei Wasch- und Entseuchungsanlagen muss für eine ungehinderte Vorflut und einen guten Wasserabfluss gesorgt werden. Bei Betankungs- und Umfüllanlagen befinden sich unter dem Gleis undurchlässige Wannen, die eine Verunreinigung des umliegenden Erdreiches verhindern. Begehbare Gitter zwischen den Gleisen ermöglichen das ungehinderte Arbeiten der Bediensteten. Auf Gruben bleibt der Raum zwischen den Schienen frei, eine schwellenlose Oberbauform ist also gefragt. Dabei muss trotz fehlender Querverbindung die Spurweite gewährleistet sein. Die Schienen stehen senkrecht, nicht wie sonst üblich mit einer
Neigung 1 : 20 nach innen.
Folgende Konstruktionen sind üblich:
- Befestigung der Schienen auf Langschwellen aus Holz oder Stahlbeton, die durch Ankereisen mit der Grubenwand verbunden sind
- direkte Befestigung der Schienen auf dem Grubenrand, der dafür tragfähig und konstruktiv ausgebildet sein muss
In beiden Fällen werden als Schienenbefestigungsmittel die üblichen Oberbaukonstruktionen verwendet. Gruben im Gleis, die nicht ständig genutzt werden, müssen im Ruhbetrieb abgedeckt werden (Bohlen- oder Gitterroste).
Quelle: Beschreibungen mit Genehmigung auszugsweise aus „Weichen & Kreuzungen auf Modellbahnanlagen“ vom Transpressverlag, Autor Georg Kerber und Foto-Autor Andreas Stirl
Quelle: Bilder von Thorsten Schaeffer
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