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Sonderkonstruktionen:
Gleise von Zahnradbahnen:
Für den Betrieb von Zahnradbahnen muss zwischen den Schienen eine Zahnstange eingebaut werden, in die ein Antriebszahnrad des Triebfahrzeuges eingreift, um schwere Lasten über große Steigungen bewegen zu können.
Zahnradbahnen müssen oftmals Steigungen von 100 ‰ bis 480 ‰ bewältigen. Das ist mit dem üblichen Reibungs-(Adhäsions-) Betrieb nicht mehr möglich. Eine Zahnrad-Zahnstangen-Verbindung erhöht den Kontakt der Fahrzeuge zum Gleis. Bei den fast ausschließlich im Hochgebirge betriebenen Zahnradbahnen haben sich verschiedene Bauarten von Zahnstangenkonstruktionen herausgebildet: Die Bauarten Riggenbach, Strub, Abt und Locher.
Das System Riggenbach beruht auf dem Prinzip der Leiterzahnstange mit eingeschweißtem oder eingenieteten Zähnen (100 mm Teilung).
Das System Strub hat Zahnstangen, die aus Keilkopfschienen hergestellt sind.
Das System Abt beruht auf dem Prinzip einer zweilamelligen Zahnstange (120 mm Teilung).
Das System Locher auf dem einer horizontal angeordneten zweilamelligen Zahnstange mit 85 mm Teilung. Von den hier genannten Systemen ist die Bauart Abt am meisten verbreitet.
Um die erforderliche Reibung im Gleis noch zu erhöhen, wurden auch zweiteilige Zahnstangen gebaut, deren Gestänge gegeneinander um einen halben Zahn versetzt ist. Das Antriebszahnrad der Lok ist selbstverständlich auch zweigeteilt und kann somit wesentlich größere Kräfte übertragen als bei einer einfachen Lamellenzahnstange. Problematisch bei einer solchen Strecke sind immer die Ein- und Ausläufe an den Enden der Zahnstange.
Federnd gelagerte Zahnstangenplatten und verschiebbare Zahnstangenmodule tragen dazu bei, dass das Ein- und Ausfahren ohne Komplikationen und mit relativ geringem Verschleiß vonstatten geht. Trotzdem dürfen dabei nur Geschwindigkeiten unter 10 km/h gefahren werden. Die schmiedeeisernen Lamellenzahnstangen werden mit Doppelwinkeln und Schrauben auf den Holzschwellen befestigt.
Quelle: Beschreibungen mit Genehmigung auszugsweise aus „Weichen & Kreuzungen auf Modellbahnanlagen“ vom Transpressverlag, Autor Georg Kerber und Foto-Autor Andreas Stirl
Quelle: Bilder mit Genehmigung von Jürgen Roscher www.flickr.com/photos/seesturm
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