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Die Isolierklebestöße:

Allgemeines:
In der Signaltechnik wird heute überwiegend mit Gleisstromkreisen gearbeitet, dazu dienen die Eisenbahnfahrschienen als Stromleiter. An den Grenzen der einzelnen Blockabschnitte wird der Gleisstromkreis mittels der Fahrschienen mit einem ISO-Stoß unterbrochen.

verstaerkter i Stoss

Foto: Gut zu erkennen sind die gelben Spannklemmen Skl1k. Sie sind zwecks Kontakt-Vermeidung zwischen Laschen und Schienenbefestigungsteilen unbedingt erforderlich.

Mit dem Mehrkomponentenkleber für die Klebeverbindungen der ISO-Stöße erreichen sie eine hohe Festigkeit. Die früher hergestellten Isolierstöße bestanden aus Holz- und Pressholzlaschen, sie wurde ausgetauscht gegen äußerst stabile Stahllaschen. Die unterschiedlichen Temperaturen und die daraus resultierenden Lücken der Isolierstöße verursachten eine große Beschädigung der Stöße und somit hatten diese auch einen hohen Unterhaltungsaufwand.

Isolierklebestoß IVB 30:
Diese Bauart IVB 30 (siehe auch Bild oben) ist die Regelbauart bei der Deutschen Bahn AG geworden. Das besondere hierbei ist, dass die Schienenende schräg-geschnitten (Winkel 30°) aneinanderstoßen, so dass die hierdurch auftretende Kraftübertragung zwischen den beiden Schienenenden allmählich erfolgt und der sonst übliche Schlag des Rades (sogenannte Radstoß) nicht mehr in einem Schritt auftritt.

Isolierklebestoß IVB 30


 

IVB 30

 


  • Optimale Kraftübertragung durch Verklebung des gesamtes Stoßes
  • Allmähliches Überrollen des Stoßes ohne Schlagwirkung
  • Längere Lebensdauer
  • Verminderte Lärmentwicklung
  • Wartungsintervalle werden verkürzt

Um im oberen Bereich der Schiene (Schienenkopf und oberer Schienensteg) diesen schräg geschnittenen Winkel von 30° zu erreichen, wird die Schiene schräg gesägt und der untere Teil (Schienenfuß und halber unterer Schienensteg) gerade, also 90° zur Längsachse der Schiene.
Damit die Sägebereiche (Schitte) nicht aufeinandertreffen und es zu Beschädigungen an den Sägeblättern kommt, werden diese nacheinander ausgeführt. Im mittleren Bereich wird ein Loch (dient zur Entspannumg) im Vorfeld gebohrt.
Diese Weiterentwicklung ist für den Eisenbahnoberbau von enormer Bedeutung, da doch die Radschläge als Stöße in den Oberbau abgeleitet werden und dort langfristig zu Setzungen und Gleislageveränderungen führen. Der IVB30 wird nur als Werkstoß hergestellt.

Die Isolierklebestöße S (Schmitz) und MT (Münch-Thermit):
Sie haben sich als sehr zuverlässig erwiesen. Beide ISO-Stoßarten unterscheiden sich hauptsächlich durch die Herstellungsweise und dadurch ergibt sich die unterschiedliche Art und Weise der Kraftaufnahme bzw. Übertragung. Beim S-Stoß verläuft die Übertragung der Kräfte von den Schienenenden auf die Laschen durch die Klebekraft des Kunststoffklebers und der eingeklebten Isolierröllchen. Wodurch beim MT-Stoß die Kräfte aus den Schienenenden mit der Keilwirkung der Schrauben in der Laschenkammer und weiter in die verspannten Isolierlaschen übertragen wird. Der S-Stoß wird überwiegend wegen der Witterung nicht mehr im Gleis sondern nur in der Werkstatt hergestellt. Er wird auch nur mit 900 Nm festgezogen und muss 24 Std. aushärten.
Der Isolierstoß MT ist nach dem ersten Verspannen + Nachverspannen befahrbar. Trotzdem sollten während der Aushärtung keine Zugsspannungen (Längst der Schienen) auftreten. In einer Betriebspause kann der Stoß gefertigt, geklebt und zusammengebaut werden. Bei einem Drehmoment von 1000 Nm ist der Stoß befahrbar und sollte ab sofort stromdicht der Signaltechnik zur Verfügung stehen.
Wegen seiner Unempfindlichkeit gegenüber der Witterung kann der MT –Stoß auch in längeren Betriebspausen im Gleis gefertigt werden. Aber er kann auch vorgefertigt werden und dann später mit dem Rest des Schienenbandes vor Ort eingebaut werden.

Isolierklebestoß MT (Münch-Thermit)


MT Schnittzeichnung

 

Mt Schnittzeichnung

 


Isolierklebestoß S (Schmitz)

S Stoßzeichnung

S Stoßzeichnung

 

Quelle: Beschreibungen und Bilder von Thorsten Schaeffer, Grafiken von Matthias Müller

 
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