Bogenkreuzungen:
Mit der Entwicklung von Bogenweichen war zwangsläufig die Entwicklung der Bogenkreuzungen verbunden. Das Biegen von Kreuzungen in Bogenkreuzungen geschieht sinngemäß wie das Biegen von einfachen Weichen:
- die Hauptmaße werden beim Biegen beibehalten,
- die beim Biegen entstehenden Längenunterschiede der einzelnen Schienenstränge werden durch Korrekturen an den Zwischenschienen ausgeglichen.
Das Biegen der Kreuzungen kann man sich geometrisch wieder so vorstellen das die beiden Kreuzungsdreiecke um den Kreuzungsmittelpunkt gedreht werden. Gebogen werden nur Kreuzungen der Bauform Kr 49-1:9 (Regelkreuzung) und Kr 49-1:18,5. Da die Gleise bei der Grundform gerade sind, erhalten sie durch das Biegen gleiche Halbmesser. Durch das Biegen entstehen
- Innenbogenkreuzungen (IBKr) und
- Außenbogenkreuzungen (ABKr).
Die überschlägige Berechnung der Halbmesser von Bogenkreuzungen geschieht nach den gleichen Grundsätzen wie bei der Umwandlung einfacher Weichen in Bogenweichen, jedoch werden diese Kreuzungen nur bis zu einem Halbmesser von R = 500 m hergestellt. Bogenkreuzungen mit Halbmessern R = 750 m und einer Neigung von 1:9 erhalten zur sicheren Führung der Fahrzeuge in den doppelten Herzstücken verlängerte Radlenker an den äußeren Schienen.
Quelle: Beschreibungen mit Genehmigung auszugsweise aus „Weichen & Kreuzungen auf Modellbahnanlagen“ vom Transpressverlag, Autor Georg Kerber und Foto-Autor Andreas Stirl
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