Laschen

Laschenstoß auf Doppelschwelle
© Fabian Hansmann

An den Schienenenden werden die Schienen durch Laschen bzw. später durch Schweißungen verbunden. Sie haben den Zweck, die von den Schienen aufzunehmenden Kräfte von dem einen Schienenende auf das andere zu übertragen.  Die Laschen müssen die Schienen so miteinander verbinden, dass die Schienenfahrkante und Schienenfahrfläche genau in Höhe und Richtung übereinstimmen und sich nicht verdrehen können.

Ein Schienenstoß der sich direkt über einer Schwelle befindet, nennt man einen festen Stoß. Sollte der Stoß jedoch zwischen zwei Schwellen liegen, so spricht man von einem schwebenden Stoß. Sind zwei benachbarte Schwellen am Schienenstoß miteinander verbunden (sog. Kuppelschwelle oder Doppelschwelle), so ist es ein Breitschwellenstoß (wird heute nicht mehr gebaut). 

Nach dem Querschnitt der einzelnen Laschen unterscheidet man sie in Flach-, Winkel-, und Doppelwinkellaschen. Überwiegend erhalten alle Laschen vier Laschenlöcher für die Verschraubung. Es gibt aber auch sog. Langlaschen (Länge 900 mm) sie weisen 6 Löcher für die Verschraubung auf.  

Hebelaschen:

Verwendung bei unterschiedlichen Schienenhöhen bzw. bei Abnutzung des Schienenkopfes.  

von Thorsten Schaeffer
© Thorsten Schaeffer

Normale Laschen:

Verwendung bei gleicher Schienenhöhe (z.B. neuen Schienen).  

von Thorsten Schaeffer
© Thorsten Schaeffer

Bauchlaschen

Verwendung bei Schienenbrüchen durch und an Schweißungen.

von Thorsten Schaeffer
© Thorsten Schaeffer

von Thorsten Schaeffer
© Thorsten Schaeffer

Notlaschenverbindung

Wenn Schienen miteinander verbunden werden sollen, erfordert es einen festen und sicheren Schluss dieser Schienenstöße. Mit zwei Flachlaschen werden die Schienen grundsätzlich in der richtigen Lage verbunden. Diese Flachlaschen werden wiederum von sogenannten Notlaschenverbindern festgehalten.

Notlasche im Einsatz
© Robel Bahnbaumaschinen GmbH