Holzschwellen

Thorsten Schaeffer
Holzschwellengleis
© Thorsten Schaeffer

Die Schwellen aus Holz bestehen heutzutage aus Buchen- und Eichenholz. Die mechanische Beanspruchung und ihre geringen Widerstandskraft führten dazu, dass man Weichholzschwellen heute nicht mehr verwendet. Eine Holzschwelle soll nach einer Imprägnierung eine Lebensdauer von 30 – 45 Jahre aufweisen. Das Holz ist draußen im Gleis ständig wechselnder Feuchtigkeit und Trockenheit ausgesetzt, weshalb sie in einem wasserabweisenden und gegen Holzschädlinge wirkenden Mittel getränkt werden sollte, um Schutz und eine Verlängerung der Liegedauer herzustellen.
Die Schwellen sollten außerdem keine Verdrehung, Fäulnis, Querkrümmung oder Pilzbefall besitzen.
An Schwellen mit Rissbildung schlägt man Bandstahlklammern in das Hirnholz ein oder man umwickelt sie mit sogenannten Bandagen. Heute verwendet man schon im Vorfeld Schwellenkopfplatten die das Holz zusammenhalten.

Schäden an Holzschwellen können mit der Zeit auftreten. Hierbei handelt es sich um Längsrisse, Durchdrehen der Befestigungsmittel und Druckbelastung der Rippenplatten.

Vorteile:

  • geringes Gewicht von Holz
  • gutes elastisches Verhalten bei Beanspruchung
  • gute Isolierfähigkeit des Signalstroms
  • Aufarbeitung im Gleis ist jederzeit möglich
  • schnelle Auswechslung ist ist sogar in kurzen Betriebspausen möglich

Nachteile:

  • riss anfällig bei Beanspruchung und Feuchtigkeit
  • durch Witterung stark fäulnisanfällig
  • geringe Lebensdauer bei Ausseneinsatz

von Thorsten Schaeffer
Holzschwelle
© Thorsten Schaeffer