Stahlschwellen

von Thorsten Schaeffer
Stahlschwellengleis
© Thorsten Schaeffer

Viele Jahrzehnte wurden verschiedene Formen aus Gussstahl erprobt. Die Schwellen waren zu dünn und von den Bohrungen für die Schienenbefestigung gingen Risse aus. Zudem kommt dazu, dass die Reibung von Stahl und Schotter den Querverschiebewiderstand verringert.

Die Trogschwelle mit nach unten gebogenen Enden, auch genannt Kappen, hat eine Liegedauer von 40 – 60 Jahren. Die Erfahrungen mit Trogschwellen wie eine Stahlschwelle beschaffen ist, wurde fortan an die Anforderungen von Gleisen und Weichen gestellt. Häufig wurden sie mit der Zeit in Weichen eingebaut, da sie ein guter Spurhalter waren. Leider weisen bei Entgleisungen die Stahlschwellen einen hohen Grad an Beschädigung auf, sodass eine Auswechslung von unbedingter Notwendigkeit war.

Vorteile:

  • lange Lebensdauer (40 – 60 Jahre)
  • Schwellenschrauben fallen weg, weil Unterlagsplatten auf die Stahlschwelle geschweißt werden
  • großer Längs- und Querverschiebewiderstand des Gleises
  • geringere Herstellungskosten bei niedrigem Stahlpreis, weil Trocknung und Tränkung nicht notwendig sind
  • ein Aufarbeiten von Altschwellen ist möglich, aber nicht bei Entgleisungen.

Nachteile:

  • rosten schnell
  • hohe Einbau- und Unterhaltungskosten
  • bei Entgleisung entsteht eine Spurverengung, somit eine
    Schwellenauswechslung notwendig
  • Isolierungsprobleme mit dem Signalstrom
  • Anfälligkeit der Schweißnaht zwischen Rippenplatte und Schwellendecke
  • geringes Gewicht, dadurch schlechte Gleislage