Gleisver­legung vom Fließband

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SUZ 2000
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Plasser & Theurer hat als erstes Unternehmen mit der Entwicklung moderner Schnellumbauzüge begonnen. Seit 1968 besteht die Möglichkeit, das Gleis in kontinuierlicher Fließbandtechnik zu verlegen.

Mit der Idee des Gleisumbaus in Fließbandtechnik hat Plasser & Theurer einen entscheidenden Impuls in der Entwicklung des Gleisumbaues gesetzt. Die Deutsche Bundesbahn bezeichnete den ersten von Plasser & Theurer gebauten Umbauzug vom Typ SUZ 2000 als UP1 - dies dokumentiert die historische Stellung dieses ersten Umbauzuges in Fließbandtechnik.

Die wirtschaftlichen Vorteile dieses Verfahrens waren so überzeugend, dass die Deutsche Bundesbahn bis zum Jahr 1976 drei Maschinen des Folgetyps SUZ 350 in Auftrag gab.  

Die zweite Generation:

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SUZ 500
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Mit den bei der Deutschen Bundesbahn ab 1977 eingesetzten Komplementärumbauzügen SUZ 500 J (US) für den rationellen Einsatz in kurzen Zugspausen wurde die nächste Generation der Umbauverfahren vorgestellt. Anstelle mehrteiliger Umbauzüge traten nun Umbaumaschinen, in welche alle Arbeitsschritte integriert wurden. Der Materialzug wurde von der Umbaumaschine geschoben.  

Die SUM-Baureihe:

Der Schwellenaufnahme- und Verlegeteil sowie die Schotterplanierfräse sind auf einem Gelenkrahmen mit drei Drehgestellfahrwerken aufgebaut. Während der Arbeit wird der Rahmen beim Gelenk hochgespindelt, so dass das mittlere Drehgestell frei ist und alle für den Umbau erforderlichen Arbeiten in diesem Bereich durchgeführt werden können. Das hintere Drehgestell fährt bereits auf dem neu verlegten Gleis.  

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Schwellenverlegemaschine SUM 1000
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Verlegeeinheit SUM1000
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Die SMD 80-Baureihe:

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SMD 80
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Besonderes Merkmal der SMD-Baureihe ist das Raupenfahrwerk. Die Schwellenwagen und der vordere Teil der Umbaumaschine fahren auf dem alten Gleis, während der hintere Teil der Umbaumaschine sich auf einem Raupenfahrwerk abstützt. Das Raupenfahrwerk fährt in der Baulücke zwischen Altschwellenaufnahme und Neuschwellenverlegung und gewährleistet unabhängig von der Witterung eine hohe Zugkraft.
Außerdem steht mit dem SMD-System eine Technik zur Verfügung, die durch rasches Umrüsten, ohne zusätzliche Teile, sowohl für Gleisumbau als auch Gleisneubau eingesetzt werden kann.  

Die Maschinen können auf Wunsch mit Altschwellenausdrückvorrichtung, elektromagnetischer Schienenbefestigungssammelanlage, Kran zur Aufnahme neben dem Gleis vorgelagerter Neuschwellenpaletten und einer Wassersprühanlage zur Staubreduktion ausgerüstet werden.  

Die SVM-Serie:

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SVM 1000
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Für die ausschließliche Neuverlegung von Gleisen wurde 1981 die Schnellverlegemaschine SVM 1000 entwickelt und gebaut. Diese ist in Australien mit bestem Erfolg im Einsatz.  

Eine weitere Entwicklung innerhalb der SVM-Serie stellt die SVM 1000 S dar, eine Verlegemaschine mit integrierter Neuschienenzuführung. Bei diesem Verlegeverfahren werden die benötigten Neuschienen auf geeigneten Waggons mitgeführt und mittels einer Schienenzieh- und Drückanlage vor die Verlegeeinheit transportiert. Dadurch entfällt die Vorlagerung der Neuschienen vor dem Maschineneinsatz. Die Verlegeeinheit der SVM 1000 S wird für Überstellfahrten auf einen Waggon verladen und kann so rasch und problemlos transportiert werden.  

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Schienenzieh- und Drückanlage zur maschineninternen Schienendisposition
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Raupenfahrwerk der SVM 1000
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