Querschnitt­s­pro­fi­lierung

Schotterpflug im Einsatz
© Plasser & Theurer

Der richtige und durch die Oberbauvorschriften definierte Bettungsquerschnitt ist von großer Bedeutung. Er ist vor allem wichtig für die Sicherheit der Gleislage gegen Gleisverwerfungen. Darüber hinaus ist eine unnötige Verbreiterung des Schotterbettes ein Kostenfaktor.
Um dem entgegenzuwirken, ist sowohl im Zuge der Gleisdurcharbeitung als auch bei der Neuschottereinbringung die Herstellung des richtigen Bettungsquerschnittes unumgänglich. Bei einer nicht regelmäßigen Durchführung dieser Arbeit können im Gleisnetz riesige Mengen von Schotter ungenutzt liegen.

Die richtige Verteilung des Schotters im Gleis sowie die Rückgewinnung von der Flanke, insbesonders durch Maschinen mit Schottersilo oder in Verbindung mit größeren Schotterspeichern wie den Materialförder- und Siloeinheiten System Plasser-Knape, ist ein Faktor höchster Wirtschaftlichkeit. Die auf diese Weise im Laufe eines Jahres eingesparten bzw. rückgewonnenen Schottermengen ermöglichen die Amortisation der eingesetzten Maschinen in kürzester Zeit. Die Bearbeitung der Bettungsoberfläche mit Schotterplaniermaschinen, insbesonders an den Flanken, wirkt sich auch günstig gegen Pflanzenbewuchs im Bettungsbereich aus. Dabei handelt es sich in erster Linie um eine rein mechanische Beeinflussung der Schotteroberfläche; es tritt keine weitere Umweltbelastung ein. Auf Schnellfahrstrecken ist die Bearbeitung der Schwellenoberflächen und der Zwischenfächer durch gründliches Abkehren auch deshalb wichtig, um das Aufwirbeln von Schottersteinen aufgrund der hohen Geschwindigkeiten zu verhindern.Schotterverteil- und Planiermaschinen können je nach Ausführung über folgende Einrichtungen verfügen:  

Ausstattung

Kehreinrichtung

Mit reversiblem Querförderband zur Ablagerung des überschüssigen Schotters an einer Bettungsflanke.

Bild mit Genehmigung von Plasser&Theurer
Kehreinrichtung mit Steilförderband und Schottersilo
© Plasser&Theurer

Bild mit Genehmigung von Plasser&Theurer
Kehreinrichtung
© Plasser&Theurer

Schienenbefestigungsbürste:

Zum Entfernen von Schotterkörnern im Bereich der Schienenbefestigungen.  

Bild mit Genehmigung von Plasser&Theurer
Kleineisenbürsten
© Plasser&Theurer

Bild mit Genehmigung von Plasser&Theurer
Kleineisenbürsten
© Plasser&Theurer

Frontpflug:

Zum Vorplanieren des aus Wagen entladenen Schotters  

Bild mit Genehmigung von Plasser&Theurer
Frontpflug
© Plasser&Theurer

Planierpflug:

Zum Bearbeiten der Bettungskrone, je nach Anordnung auf der Maschine entweder als Stirnpflug oder als Mittelpflug. Mittelpflüge können im allgemeinen in beide, Stirnpflüge nur in einer Richtung eingesetzt werden.  

Bild mit Genehmigung von Plasser&Theurer
Flankenpflug
© Plasser&Theurer

Ein Planierpflug besteht aus festen und verstellbaren Leitblechen sowie aus Tunnelblechen im Bereich der Schienen und der Schienenbefestigungsmittel. Mit Hilfe des Planierpflugs wird ein Schotterfluß auf der Bettungskrone quer zur Gleisachse in jede gewünschte Richtung ermöglicht. Die Pflughälften sind unabhängig verstellbar, wodurch die im Kronenbereich verbleibende Schottermenge genau dosiert werden kann. Die Tunnelbleche schützen die Schienenbefestigungen vor Beschädigung.

Für das Pflügen auf Gleisen mit Linienleitern kommen Mittelpflüge mit hydraulisch verschiebbaren Schutzblechen zum Einsatz, um ein Einschottern des Linienleiters zu verhindern. Im Zusammenwirken mit Flankenpflügen können Schotterbewegungen quer über das Gleisprofil, von einer Flanke zur anderen oder von der Flanke zum Mittelkern bzw. umgekehrt durchgeführt werden.  

Bild mit Genehmigung von Plasser&Theurer
Stirnpflug
© Plasser&Theurer

Bild mit Genehmigung von Plasser&Theurer
Mittelpflug
© Plasser&Theurer

Flankenpflüge:

Dieser bringt den Schotter aus dem Bereich der Bettungsflanke zur Bettungskrone. Die Flankenpflüge werden hydraulisch vom Bedienerstand der Maschine aus betätigt. Jeder Flankenwinkel zwischen 0° und 45° ist einstellbar. Die Pflüge sind in der Ebene der Flanke verstellbar. Dadurch wird bei Hindernissen, denen die Pflüge ausweichen müssen, der Flankenwinkel nicht verändert, und es bleiben keine Schotterhaufen liegen.
Je nach Ausführung kann in beide Richtungen gearbeitet oder ein Schotterkasten zum Längsbefördern des Schotters gebildet werden.

Aufgrund der Vorschriften einiger Bahnverwaltungen für die Bearbeitung des Mittelkerns von zweigleisigen Strecken können die Maschinen mit einer automatischen Ausschwenkbegrenzung für die Flankenpflüge ausgerüstet werden. Diese Begrenzung ist abhängig von den jeweiligen Vorgaben aus den Vorschriften der Verwaltungen bzw. dem Lichtraumprofil und wird nach Eingabe der entsprechenden Parameter automatisch von der Anlage ermittelt. Danach kann der Flankenpflug während der Arbeit nicht versehentlich das benachbarte Lichtraumprofil verletzen.  

Bild von Plasser&Theurer
Flankenpflug
© Plasser&Theurer

Bild von Plasser&Theurer
Flankenpflug
© Plasser&Theurer

Systeme zur Schotterbewirtschaftung:

Der für ein funktionierendes Streckennetz notwendige Schotter ist ein wichtiges Investitionsgut. Enorme Anschaffungskosten der beachtlichen Schottermengen machen einen wirtschaftlichen Umgang mit dem Rohstoff erforderlich.  

Bild mit Genehmigung von Plasser&Theurer
© Plasser&Theurer

Die sinnvolle Schotterverteilung im gesamten Gleisnetz stellt ein großes Einsparungspotential dar. Einerseits liegt auf vielen Streckenabschnitten im Verhältnis zum Regelprofil zu viel Schotter, der aufgenommen werden kann. Andererseits erfordert jedoch die Einbringung von Neuschotter an Stellen mit Schottermangel zusätzliche Kosten.  

Bild mit Genehmigung von Plasser&Theurer
© Plasser&Theurer

Zudem verbessert ein gleichmäßiges Schotterbett die Haltbarkeit der Gleisgeometrie, während unregelmäßige Einschotterung das Risiko von Verwerfungen erhöht. Zuviel Schotter behindert außerdem eine einwandfreie Drainage. Auch ein Gleisumbau von Holz- auf Betonschwellen kann einen Schotterüberschuss erzeugen.  

Bild mit Genehmigung von Plasser&Theurer
© Plasser&Theurer

Herkömmliche Methoden der Schottermanipulation, also Verladen, Transportieren, Verteilen, Wiederaufnehmen und Rückführen von überschüssigem Schotter, benötigen viel Zeit, Personal und Betriebsmittel. Ein wirtschaftliches Management ist auf diese Weise nicht möglich.
Schotterverlade- und Transportwagen

Bild mit Genehmigung von Plasser&Theurer
© Plasser&Theurer