Brennschnitther­stellung

Ausführung der Brennschnitte:

Vor der Durchführung von Brennschnitten an Eisenbahnschienen, sind die Schienen von Rost, Zunder, Fett und Schmutz zu säubern. Der Schneidbrenner sollte senkrecht zur Schiene an einem Führungswagen angebaut sein, somit ist ein gleichbleibender Abstand und die Sauberkeit des Brennschnittes gewährleistet.  

Brennschneiden
© Thorsten Schaeffer

Die Brennschnitte können mit einer Brennschneidlehre ausgeführt werden, somit ist ein 90° Schnitt zur Schiene möglich. 
Sind Schienen mit 880 N/mm² Mindestzugfestigkeit eingebaut, so sind die Schienen vor Beginn des Brennschneidens anzuwärmen. An der Brennstelle sollte die Schiene auf 1m Länge gut angewärmt werden (ca. 50°C). Empfehlenswert wäre die direkte Brennstelle auf einer Länge von 10 cm links und rechts des Brennschnittes auf ca. 400 °C angewärmt werden. Dies ist mit Thermochromstiften zu überprüfen. Sollte diese Vorwärmung nicht durchgeführt werden, so könnte an der Schienenenden ein Härtegefüge (Martensitbildung) auftreten. Später beim Befahren der behandelten Schiene würde es zu einer Gefügetrennung oder sogar zu einer Rissbildung (Schienenbruch) führen. 
Das Herausbrennen von Löchern im Schienensteg für Laschenbolzen ist verboten und deshalb strengstens untersagt. Durch die unterschiedlichen Belastungen (Biege- und Zugbeanspruchung), würden am Laschenloch Längs- und Querrisse entstehen, die zu weiteren Gefährdungen führen können.  

Reihenfolge bei der Brennschnittherstellung:

Brennschnittherstellung
© Matthias Müller