Ultraschall­prüfung

Allgemeines:

Mit Ultraschall werden Eisenbahnschienen und Weichenteile im Gleis zerstörungsfrei auf innere Materialfehler untersucht und geprüft. Dadurch sollten Störungen oder Unfälle vermieden werden, die durch nicht rechtzeitig erkannte Fehler auftreten können.

Das Ultraschall-Prüfverfahren:

Das Impuls-Echo-Verfahren wird im Eisenbahnoberbau angewendet. Die kurzen Ultraschall-Impulse werden vom Prüfkopf in das Bauteil gesandt und nach Reflexionen an einem Hindernis wieder zurück empfangen. Um einen Luftspalt zu vermeiden, wird Wasser oder Öl zwischen Prüfkopf und Prüfgegenstand gebracht. Im Ultraschall-Prüfgerät werden die empfangenen Impulse verstärkt und als Echos auf dem Bildschirm angezeigt.

Der Schienenprüfzug:

Zur Vorbeugung von Schienenbrüchen werden mit Ultraschallprüfzügen Fehler in den Schienen festgestellt, die bevor es zu einem Schienenbruch mit zum Teil erheblichen Auswirkungen auf den Betriebsablauf kommt beseitigt werden können. Die Ultraschallprüffahrten werden mit einer Prüfgeschwindigkeit von 40 - max. 110 km/h in sog. Intervallen durchgeführt. Die Ultraschallprüfzüge sind mit mehreren Ultraschallprüfköpfen ausgestattet.

In Weichen, Gleisen und anderen Kleinteilen kann auch zur Nachprüfung ein zusätzlich handgeführtes Schienenprüfgerät eingesetzt werden. Die Prüfköpfe werden in Weichen individuell eingesetzt, um alle Bereiche der Weichengestänge insbesondere der Herzstücke zu erfassen.