Schienen­profil

Schiene ist nicht gleich Schiene. Groß ist die Vielfalt, den Anforderungen entsprechend, die an eine sichere Spurführung und die Ableitung statischer und dynamischer Kräfte gestellt werden: Die Schienen sind für alle Bahnen sowohl Führungselement als auch Fahrfläche. Schienenprofile für Bahnen bestehen in der Regel aus dem waagerechten Fuß unten, einem senkrechten Steg und dem als Lauffläche dienenden Fahrkopf oben. Grundsätzlich unterschieden wird nach der Schienenart:

-        Die bekanntesten Formen sind die Vignolschiene – das „typische Schienenprofil“ – und die Rillenschiene mit Spurkanal – verbreitet bei Straßenbahnen in eingepflasterten Bereichen.

-        Kranbahnen haben spezielle Schwerlastschienen mit breitem Kopf und Fuß.

-        Spurrillenschienen (z. B. bei Eisenbahnübergängen) können an die Vignolschienen angesetzt werden, um abschnittsweise eine Rillenschiene zu erhalten.

-        Stromschienen werden bei elektrischen Bahnen mit seitlicher Stromzuführung (heute auch als Oberleitungsersatz) verwendet, sie haben weder tragende noch führende Funktion. 

Bei den meisten Schienenarten gibt es eine größere Zahl unterschiedlicher Schienenprofile. Sie unterscheiden sich primär durch Abmessungen und damit Masse/Trägheitsmoment sowie durch die Tragfähigkeit. Unter dem Begriff „Konstruktionsschienen“ sind verschiedenste Spezialprofile zusammengefasst, die beispielsweise im Weichenbau zum Einsatz kommen, nicht aber im klassischen Streckengleis.

in freundlicher Zusammenarbeit mit voestalpine Schienen.


Schiennprofile
Schienenprofile
© Matthias Müller


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Der Gleislage auf der Spur

Dieses Fachbuch gibt einen umfassenden, praxisnahen Überblick über alle Aspekte der Gleislagekorrektur unter Berücksichtigung der einschlägigen Regelwerke der DACH-Staaten (Deutschland, Österreich und Schweiz).

Anschaulich und praxisnah werden zunächst die Grundlagen des Fahrwegs sowie die Zusammenhänge zwischen den Gleiskomponenten und deren Beanspruchungen beschrieben. Ausgehend von diesen Grundlagen der Trassierung des Oberbaus spannt das Buch dann den thematischen Bogen von der Ermittlung über die Methoden der Vermessung und Berichtigung von Gleislagefehlern bis hin zur Qualitätskontrolle. Der gesamte Stopfprozess inkl. aller notwendigen Begleitarbeiten wird anschaulich und herstellerunabhängig erklärt.

The Basic Principles of Mechanised Track Maintenance

The Basic Principles of Mechanised Track Maintenance

This book is dedicated to the many people involved in the day to day planning and performance of track maintenance activities. Providing a practical approach to everyday challenges in mechanised track maintenance, it is not just intended as a theoretical approach to the track system. 
Railways aim at transporting people and freight safely, rapidly, regularly, comfortably and on time from one place to another. This book is directed to track infrastructure departments contributing to the above objective by ensuring the track infrastructure’s reliability, availability, maintainability and safety – denoted by the acronym RAMS. Regular, effective and affordable track maintenance enable RAMS to be achieved.