Schienen­profil

Schiennprofile
Schienenprofile
© Matthias Müller

Schiene ist nicht gleich Schiene. Groß ist die Vielfalt, den Anforderungen entsprechend, die an eine sichere Spurführung und die Ableitung statischer und dynamischer Kräfte gestellt werden: Die Schienen sind für alle Bahnen sowohl Führungselement als auch Fahrfläche. Schienenprofile für Bahnen bestehen in der Regel aus dem waagerechten Fuß unten, einem senkrechten Steg und dem als Lauffläche dienenden Fahrkopf oben. Grundsätzlich unterschieden wird nach der Schienenart:

-        Die bekanntesten Formen sind die Vignolschiene – das „typische Schienenprofil“ – und die Rillenschiene mit Spurkanal – verbreitet bei Straßenbahnen in eingepflasterten Bereichen.

-        Kranbahnen haben spezielle Schwerlastschienen mit breitem Kopf und Fuß.

-        Spurrillenschienen (z. B. bei Eisenbahnübergängen) können an die Vignolschienen angesetzt werden, um abschnittsweise eine Rillenschiene zu erhalten.

-        Stromschienen werden bei elektrischen Bahnen mit seitlicher Stromzuführung (heute auch als Oberleitungsersatz) verwendet, sie haben weder tragende noch führende Funktion.

Bei den meisten Schienenarten gibt es eine größere Zahl unterschiedlicher Schienenprofile. Sie unterscheiden sich primär durch Abmessungen und damit Masse/Trägheitsmoment sowie durch die Tragfähigkeit. Unter dem Begriff „Konstruktionsschienen“ sind verschiedenste Spezialprofile zusammengefasst, die beispielsweise im Weichenbau zum Einsatz kommen, nicht aber im klassischen Streckengleis.t


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The Basic Principles of Mechanised Track Maintenance

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This book is dedicated to the many people involved in the day to day planning and performance of track maintenance activities. Providing a practical approach to everyday challenges in mechanised track maintenance, it is not just intended as a theoretical approach to the track system. 
Railways aim at transporting people and freight safely, rapidly, regularly, comfortably and on time from one place to another. This book is directed to track infrastructure departments contributing to the above objective by ensuring the track infrastructure’s reliability, availability, maintainability and safety – denoted by the acronym RAMS. Regular, effective and affordable track maintenance enable RAMS to be achieved.

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Die Infrastruktur-bewirtschaftung der Eisenbahn weist einen hohen Komplexitätsgrad auf. Dabei kommen Verflechtungen wirtschaftlicher, rechtlicher, politischer und vor allem technischer Art zum Tragen. Ziel der Reihe Best Practice Fahrweginstandhaltung ist es, diese Zusammenhänge in strukturierter Art und Weise für alle Beteiligten zu beschreiben. 
Band 1 Infrastrukturmanagement beschreibt überblicksweise die Aspekte des Infrastrukturmanagements unter besonderer Berücksichtigung des Einheitlichen Europäischen Eisenbahnraums.